Wettbewerb
Städtebauliche Studie Nürnberger Platz, Dresden
1. Preis 

Gegenstand der Entwurfsaufgabe war die Formulierung einer qualitätsvollen städtebaulichen Lösung für die Ausbildung städtischer Räume und die Revitalisierung der brachliegenden und untergenutzten Flächen um den Nürnberger Platz. Es sollten hochbauliche Strukturen entwickelt werden, die auf die prominente Lage einerseits und das heterogene Umfeld andererseits reagieren und dabei den durch Zerstörung verlorengegangenen Stadtraum am Nürnberger Platz wiederzugewinnen bzw. neu zu prägen. Eine Adressbildung für das Quartier, auch als Eingangsbereich zur Technischen Universität sowie die Entwicklung robuster Entwurfsbausteine waren wichtige Bestandteile der Aufgabe.

Der Nürnberger Platz wird als Kreuzungsraum durch vier prägnante sich gegenüberstehende Kopfbauten geordnet. Übergeordnet bekommt der Platz als verkehrlicher Kreuzungsknoten zudem eine Identität im Stadtraum. Die angrenzenden Straßenräume werden als geschlossene Blockränder aufgenommen und können zeitlich in unterschiedlichsten Szenarien weiterentwickelt werden.

Vor den Kopfgebäuden entstehen geschützte Vorplätze, die von straßenbegleitenden Bäumen gesäumt werden und von den größtenteils öffentlichen Nutzungen (Gewerbe, Universität, Gastronomie,…) der angrenzenden Bebauung bespielt werden können.

Die bestehenden Straßenräume können mit unterschiedlichsten Gebäudetypologien je nach Entwicklungsszenarium der jeweiligen Grundstückseigentümer flexibel verdichtet werden. Dadurch können Strukturen einer Blockrandbebauung geschlossen werden, um Straßenkanten zu betonen oder als aufgelockerte offene Bebauung komplettiert werden. Gleichzeitig kann man dabei auf die unterschiedlichen Grundstückssituationen eingehen.