East Side Office
Neubau eines Bürogebäudes am Postareal am Ostbahnhof 
Bei dem eingeladenen Gutachterverfahren für ein Bürogebäude auf einem Grundstück von ca. 5.370 qm in der Mühlenstraße am Postareal am Ostbahnhof konnte sich das Büro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten mit seinem städtebaulich-architektonischen Entwurf gegen fünf weitere Büros durchsetzen. Anlass des im Sommer eingeleiteten Verfahrens ist die Errichtung eines Bürogebäudes, dem East Side Office, auf das zentrale und von seiner Größe bedeutendste Grundstück des Quartiers am Postbahnhof als Teil der Leitbildentwicklung Spreeraum Friedrichshain-Kreuzberg.
 
Den Vorgaben des Bebauungsplanes und der bereits bestehenden, beziehungsweise geplanten Bebauung folgend entwickelt sich das Projekt auf der Grundfigur von zwei C-förmigen Gebäudekörpern, die die bereits im Masterplan angelegte Reihung nachvollziehen und sich so sich absolut selbstverständlich in die Situation integrieren. Die vorgeschlagene Bebauung ermöglicht die Realteilung in bis zu vier ungefähr gleich große Gebäudeteile.
 
Die Ausbildung der Fassaden erlaubt gleichzeitig eine Lesbarkeit als ein großes Gebäude sowie die Differenzierung der einzelnen Gebäudeteile: Das umlaufende Fassadenraster kann jeweils gleichmäßig vertikal durchlaufen als auch in unterschiedlicher Weise geschossweise verspringen. Die in den Obergeschossen leicht zurück versetzten Ausfachungen erhalten jeweils eine unterschiedliche flächige Detaillierung. Diese bilden somit das unverwechselbare Markenzeichen des jeweiligen Gebäudeteiles und vermitteln eine kraftvolle Eleganz und Handwerklichkeit. Das Verfahren wurde gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich und GSE Ingenieur-Gesellschaft, Berlin gewonnen.